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Zentralprojekt im SPP 2020 - 2. Phase

Zentralprojekt im SPP 2020 - 2. Phase

Leitung:  Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Lohaus, Dr.-Ing. Nadja Oneschkow
Team:  Marco Basaldella, M.Sc., Marvin Jentsch, M. Sc.
Jahr:  2020
Förderung:  DFG
Laufzeit:  36 Monate
Weitere Informationen https://www.spp2020.uni-hannover.de/

ZENTRALPROJEKT IM SPP 2020 - 2. PHASE

Das SPP 2020 konnte in der ersten Förderphase (FP I) einen international weithin sichtbaren Beitrag zum Verständnis des Ermüdungsverhaltens hochfester Betone leisten. Dies zeigte sich u.a. an der positiven Resonanz in eigenen SPP-Sessions auf internationalen Konferenzen (z.B. Best Paper Award, Best Young Researcher Award).

In der zweiten Förderphase (FP II) sollen u. a. Arbeiten zur weiteren Erkundung der Schädigungsmechanismen und zum Einfluss komplexer, zyklischer Beanspruchungszeitverläufe im Sinne von Betriebslasten im Vordergrund stehen. Dazu sind u. a. die ergänzende Nutzung neuartiger Messmethoden sowie die Erfassung hochpräziser Messdaten erforderlich. Diese dienen als Grundlage, um die parallel zu den Experimenten weiterentwickelten numerischen Modelle zu kalibrieren. Sowohl für die experimentellen Arbeiten als auch für die Numerik bleibt die Überbrückung der relevanten Größenskalen von der Mikro- bis zur Makroebene die zentrale Herausforderung und soll durch neue experimentelle wie numerische Techniken, die zusätzlich eine zeitliche Skalierung erfordern, angegangen werden.

Mit den in FP I erhobenen Messdaten wurde ein wichtiger Daten-Grundstock geschaffen, der nun in FP II weiter genutzt werden kann. Alle Projekte werden in ein enges Netzwerk eingebunden (strukturelle Koordination) und inhaltliche Schnittstellen zwischen den Projekten werden durch gezielte Maßnahmen seitens des Koordinierungsprojekts adressiert (inhaltliche Koordination). Hierfür wird aus übergeordneter fachlicher Sicht eine koordinierte Zusammenarbeit initiiert, u. a. auf Basis bereits bestehender (ggf. in FP II thematisch anzupassender) Arbeitsgruppen.

Durch die Bereitstellung von zwei Referenzbetonen ist in FP I die Grundlage dafür geschaffen worden, die an verschiedenen Standorten ermittelten Ergebnisse qualifiziert vergleichen zu können. Ferner haben in FP I (teilweise mit Unterstützung durch die BAM) Treffen zur effektiven Nutzung hochmoderner Messtechniken stattgefunden (Fortführung in FP II). Zur besseren Vergleichbarkeit der numerischen Modellansätze wurden in FP I bereits mehrere Benchmark-Tests initiiert, die in FP II intensiviert fortgeführt werden sollen.

Die inhaltliche Koordination erfolgt in enger Verknüpfung mit der wissenschaftlichen Arbeit des Zentralprojektes, dessen Ziel es ist, den Einfluss von Ruhephasen auf das zyklische Degradationsverhalten von hochfestem Beton zu erfassen und zu beschreiben. Die darin erhobenen Daten werden allen SPP-Teilnehmern für die Validierung und Kalibrierung ihrer Modelle zur Verfügung gestellt. Insgesamt tragen das Koordinationsprojekt und das darin eingebundene Zentralprojekt zur Erhöhung des wissenschaftlichen Outputs des gesamten SPPs bei und liefern darüber hinaus einen wichtigen Beitrag, um zu einem funktionsfähigen Experimental-Virtual-Lab im Bereich Betonermüdung zu gelangen.