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Vermeidung von Farbtonunregelmäßigkeiten an Sichtbetonflächen: Wechselwirkungen zwischen Schalungsvibrationen und Betontechnologie

Vermeidung von Farbtonunregelmäßigkeiten an Sichtbetonflächen: Wechselwirkungen zwischen Schalungsvibrationen und Betontechnologie

Leitung:  Univ.-Prof. Dr.-Ing. Michael Haist
Team:  Macielle Deiters, M.Sc.; Tobias Schack, M.Sc.
Jahr:  2021
Förderung:  BMWi
Laufzeit:  30 Monate

Trotz der stetigen Weiterentwicklung der Sichtbetontechnik treten in der Baupraxis noch immer unerwünschte Effekte an Sichtbetonflächen auf, wie z. B. Dunkelverfärbungen im unteren Wandbereich oder Abzeichnungen der Bewehrung. Im DBV/VDZ-Merkblatt „Sichtbeton“ werden diese und optische Auffälligkeiten an Sichtbetonflächen genannt, die trotz der Fortschritte der Betontechnologie und einer gewissenhaften Bauausführung bislang nur eingeschränkt vermieden werden können. Hierzu gehören u. a. ausgeprägte Farbtonunterschiede zwischen aufeinander folgenden Schüttlagen, Abzeichnungen der Bewehrung sowie Wolkenbildungen und Marmorierungen.

Praxisbeobachtungen zeigen, dass die im DBV/VDZ-Merkblatt „Sichtbeton“ enthaltenen Empfehlungen nicht garantieren, dass die vereinbarte Sichtbetonqualität zielsicher im „ersten Schritt“ erreicht wird. Aktuelle Untersuchungen haben insbesondere das Schwingungsverhalten der Schalung unter Rütteleinwirkung beim Betoneinbau als eine möglicherweise entscheidende Ursache für Farbtonunregelmäßigkeiten, wie z. B. Dunkelverfärbungen im unteren Wandbereich oder Abzeichnung der Bewehrung, identifiziert.

Ziel dieses Projektes ist es daher, betontechnologische und bauverfahrenstechnische Strategien zur sicheren Vermeidung von Farbtonunregelmäßigkeiten, insbesondere Dunkelverfärbungen im unteren Wandbereich und Abzeichnungen der Bewehrung, infolge von Schalungsvibrationen an Sichtbetonbauteilen zu entwickeln. Das bisher vor allem für die mittelständisch geprägte Bauwirtschaft bei der Herstellung von Sichtbetonbauwerken existierende Risiko soll somit entscheidend vermindert werden.