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GIGAWIND alpha ventus - LUH

GIGAWIND alpha ventus - LUH

Leitung:  Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Lohaus
Team:  Dipl.-Ing. Nick Lindschulte, Dipl.-Ing. Niklas Scholle, Dr.-Ing. Thomas Steinborn, Dipl.-Ing. Hannes Weicken
Jahr:  2008
Förderung:  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Laufzeit:  36 Monate
Ist abgeschlossen:  ja

GIGAWIND ist eine Forschergruppe an der Leibniz Universität Hannover (LUH), die sich seit 2000 mit bau- und umwelttechnischen Problemstellungen der Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) befasst. Der Umweltsektor – insbesondere Reduktion von Hydroschall beim Rammen von Offshore-Pfählen – wird mittlerweile in eigenständigen Projekten an der LUH durchgeführt. Mit dem Forschungsfeld „OWEA-Tragstrukturen“ hingegen wird heute in der deutschen Windbranche unweigerlich der Name GIGAWIND in Verbindung gebracht. Seit Beginn trägt auch das Fachwissen anderer Forschungseinrichtungen zum Erfolg von GIGAWIND bei wie die Universität Duisburg-Essen (2000-2007) oder das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES (seit 2008). Die Förderung für das laufende Projekt GIGAWIND alpha ventus liegt wie bei den vorherigen Projekten beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, BMU.

GIGAWIND alpha ventus ist assoziiertes Projekt der Forschungsinitiative RAVE - Research at Alpha Ventus und hat damit Zugriff auf ein umfangreiches Messprogramm im Testfeld alpha ventus, dem 1. deutschen Windpark auf hoher See (www.alpha-ventus.de).

Als vorrangiges Ziel verfolgt dieses Projekt die Kostenminimierung von OWEA-Tragstrukturen, d.h. Türme, unterschiedliche Gründungsstrukturen und Gründung. Auf der einen Seite bedeutet dies die Entwicklung leichterer Tragstrukturen (Materialkosten) und auf der anderen Seite die Optimierung des Entwurfsprozesses (Personalkosten). Das Projekt ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst daher alle relevanten Aspekte des Bauingenieurwesens.

Unterschiedliche Themenkreise (vgl. Bild 1) spiegeln dies wieder:

 

  • Lasten,
  • Langlebigkeit,
  • Gründung,
  • Gesamtstrukturmodelle und
  • Ganzheitliche Dimensionierung.

 

Es werden Algorithmen, neuartige Methoden und Software-Tools entwickelt, die anhand von Messdaten aus dem Testfeld validiert werden. Durch eine effizientere Entwurfsphase und die Ausnutzung der Bemessungsreserven können die Tragstrukturen sehr viel kostengünstiger entwickelt werden.

Der Bemessungsaufwand wird durch die Integration unterschiedlicher Software-Tools in ein nutzerfreundliches Simulations- und Bemessungspaket mit den erforderlichen Schnittstellen erheblich reduziert. Die Implementierung von Erweiterungen wird durch einen modularen Aufbau im ganzheitlichen Dimensionierungskonzept ermöglicht.